Rhinos kämpfen, bleiben gegen Potsdam aber ohne Chance
Der Start verlief denkbar ungünstig: Potsdam legte sofort ein hohes Tempo vor, während die Rhinos zunächst Probleme hatten, in die Partie zu finden. Erst nach rund vier Minuten erzielten die Gastgeber ihre ersten Punkte – zu diesem Zeitpunkt hatten die RedHawks bereits 9 Zähler auf dem Konto. Nach Freiwürfen von Alexander Herrmann verkürzten die Rhinos zwar noch einmal auf 6:9, doch Potsdam antwortete postwendend mit dem nächsten Lauf und zog auf 24:8 davon. Das erste Viertel endete schließlich mit 18:30 aus Sicht der Rhinos.
Im zweiten Viertel versuchten die Hallenser, über Rebounds, aggressive Drives zum Korb und mehr Physis zurück ins Spiel zu finden. Alexander Herrmann war jedoch früh mit drei Fouls belastet, was die Optionen unter dem Korb einschränkte. Beide Teams gingen in dieser Phase immer wieder an die Freiwurflinie – die Rhinos erarbeiteten sich viele Chancen, konnten den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen und kamen nicht näher als auf 15 Punkte heran. Zur Halbzeit stand es 35:53.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Potsdam spielbestimmend. Die RedHawks hielten das Tempo hoch, verteidigten aggressiv und trafen insgesamt 10 Dreipunktwürfe. Die Rhinos hatten weiterhin Probleme im Ballvortrag, ließen sich mehrfach durch die Defense der Gäste überrumpeln und fanden offensiv zu selten den freien Mitspieler. Trotz großer Einsatzbereitschaft blieb der Rückstand bestehen (50:70 nach drei Vierteln).
Im Schlussabschnitt zeigte Halle nochmals Moral. Immer wieder attackierten die Rhinos den Korb, sammelten Offensiv-Rebounds und erspielten sich zahlreiche Freiwürfe – insgesamt standen am Ende 41 Freiwürfe, von denen 25 verwandelt wurden. Dennoch ließ Potsdam nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg souverän ins Ziel.
Bester Werfer der Rhinos war Max Kelle mit 19 Punkten, gefolgt von Niklas Benndorf mit 12 Zählern. Trotz der deutlichen Niederlage war der Einsatz der Rhinos bis zur letzten Minute spürbar.
Trainer Hannes Reichert ordnete die Partie nach dem Spiel ein: „Viele einfache Fehler, die wir uns geleistet haben. Wir haben gekämpft und extra Meter gemacht – aber uns dafür nicht belohnt.“
Für die USV Halle Rhinos geht es bereits am kommenden Sonntag auswärts bei den White Devils Cottbus weiter.
Fotos aus 2025