Wien 2017 - Tagebuch Teil 3: die weibliche U16

Wie jedes Jahr, traten auch dieses wieder einige Mannschaften der USV Halle Rhinos die Fahrt nach Wien an, um international ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und am Betrieb des alljährigen, größten internationalen Basketballturnier teilzunehmen. In den folgenden Zeilen berichtet die weibliche U16 von der aufregenden Woche.

Die weibliche U16 beim Osterturnier in Wien 2017.

Mit dem neuem Trainer Dirk Heinrich und einer wohldosierten Portion frischem Selbstvertrauen nahmen die Mädels der U16 ein weiteres Mal die Herausforderung Osterturnier Wien in Angriff. Die recht lange Anreise im Bus erschien dank vieler Pausen und ein wenig medialer Unterhaltung sehr kurzweilig. Vor dem Ziel gab es dann einen kleinen Wermutstropfen.

Für die Mannschaftsanmeldung im Turniersekretariat gab es eine nervige Wartezeit von über einer Stunde. Den restlichen Teil des Abends versuchten die Mädels sich mit hoch anspruchsvollen Gesellschaftsspielen abzulenken und kaum an Basketball zu denken.

 

Tag 1 – Schwerer Gegner zum Auftakt

Gleich im ersten Spiel wartete ein extrem schwerer Gegner auf die Mädels der U16, die ungarische Mannschaft von Atomerőmű SE. Nach gefühlt fünf Minuten Warm-up wurden von beiden Seiten reihenweise die einfachsten Körbe in den ersten sechs Minuten verlegt. Somit stand nach dem ersten Viertel ein kleines erstes Achtungszeichen auf der Anzeigetafel - 4:4. Anschließend zündete jedoch die ungarische Trainerin einen nicht enden wollenden Unmutsausbruch der ihre Spielerinnen zu Höchstleistungen antrieb. So endete das Spiel standesgemäß und auch völlig verdient mit 51 : 32 für das Team aus Ungarn.

Etwas niedergeschlagen, aber keineswegs unzufrieden über die gezeigte Leistung wurde der freie Nachmittag zum shoppen oder für Gänsehautmomente auf dem Wiener Prater genutzt. Um sich für die lautstarke Unterstützung der U14 Jungs zu bedanken, zog am Abend noch einmal ein Teil der Spielerinnen los. Am anderen Ende der Stadt wurde frenetisch angefeuert doch leider zum Schluss auch nicht gejubelt.

 

Tag 2 – Ersten Sieg knapp verpasst

Neuer Tag, neues Glück? Keineswegs, denn das nächste Spiel am Mittwoch 9:15 Uhr gegen den späteren Finalisten BC Marburg war wohl einer der Tiefpunkte in der Turniergeschichte des USV Halle. Das Spiel ging klar mit 76 : 6 verloren. Da blieb nur der Glückwunsch an den Gegner, der die gesamte Spielzeit seine aggressive und pressende Spielweise nie ablegte.

Nach dieser Niederlage blieb nicht viel Zeit, um die Mädels wieder ein wenig aufzurichten. Besonders großer Dank gilt an dieser Stelle Sophie, als Newcomer der Mentaltrainerinnen. Bereits am späten Nachmittag hieß der Gegner Libertas Sporting Basket School aus Italien.

Gleich zu Beginn der Partie zeigte sich, dass die Videoanalyse des Trainers Früchte tragen könnte. Am Tag zuvor wurde die Partie von Libertas gegen die Belgierinnen aufgezeichnet, analysiert und den Mädels punktuell im Video vorgestellt. Hinzu kam, dass sich alle toll engagierten und die beiden besten Spielerinnen des USV zur Hochform aufliefen. So versenkte Magdalena einen Ball nach dem anderen. Und in der Defensive trieb Theresa das „Blockmonster“ die Spielmacherin der Italiener zur Weißglut.

Doch die Italienerinnen gaben niemals auf und konnten den Vorsprung von teilweise sechs Punkten 11 Sekunden vor Spielende zum 26 : 26 ausgleichen. Beim anschließenden Sudden Death-Modus fehlte den Spielerinnen des USV die notwendige Cleverness und das Spiel ging mit 28:26 verloren.

 

Tag 3 – Teamleistung bringt den ersten langersehnten Erfolg

Nach zwei Spielen am Vortag wurde der Donnerstag entspannt mit dem Besuch des Haus des Meeres begonnen und zur Regeneration genutzt. Während es eine einzigartige Tierwelt zu bestaunen gab und die Geschichte des Flakbunkers nachgelesen werden konnte, begaben sich einige Mädels zum Spiel der U18-Jungs, bevor man mit einer Mittagsruhe in die mentale Vorbereitung für das nächste Spiel ging. Der Gegner in diesem Fall war WMG Basket United aus Belgien.

Die vorherige Auswertung des Videomaterials sollte die USV-Spielerinnen gut einstellen. Der Anfang der Partie war nicht nach dem Geschmack des Trainers, dem durchaus bewusst war, dass es möglich war etwas Zählbares aus der Partie mitzunehmen. Nach einer ersten Auszeit nahm der Trainer seine Mädels zur Brust und konnte sie wachrütteln, ihre technischen und taktischen Fähigkeiten auszuschöpfen.

Nach drei spannenden Vierteln konnte die weibliche U16 erste Erfolgserlebnisse für sich verbuchen. Während in der Defense stark geblockt, gerebounded und gearbeitet wurde, waren einfache Korbleger und Freiwürfe ein erfolgreiches Mittel in Führung zu gehen und diese auch zu halten. Im vierten Viertel ging die technische Dominanz der Mädels in die nächste und letzte Runde. Ein Dreier von Jule und etliche Blocks von Theresa führten zum ersten langersehnten und überaus verdienten 27:33-Sieg in der Gruppe C.

Damit konnte das geheime Ziel des Trainers, nicht den letzten Platz zu erreichen, erfüllt werden. Am Abend konnten sechs ausgewählte Spielerinnen noch einmal ihre Fähigkeiten beim Freiwurf-Contest unter Beweis stellen. Nach einem guten Beginn wollte das runde Leder jedoch nicht mehr wie gewollt durch die Reuse gehen und so verabschiedeten sich die kleinen Rhinomädels mit eine großen Portion Spaß aus dem Turnier.

 

Tag 4 – Kultur und Spaß stehen im Mittelpunkt

Am Freitag begab sich das Team inklusive Trainer auf den berühmt berüchtigten Naschmarkt von Wien und machte die hiesigen Stände und Händler unsicher. Nach allerlei Naschen und shoppen ging es mit einigen leckeren Errungenschaften zurück zur Unterkunft, da am Nachmittag noch ein Freundschaftsspiel organisiert worden war.

Der Gegner am frühen Abend war kein geringer als der SC Rist Wedel mit dem Trainer Christoph Schmalisch, die im Viertelfinale gescheitert waren. Die Bedeutung des Spiels war beiden Teams anzumerken, wobei die Spielerin des SC deutlich besser in die Partie fanden. Unter einer unglaublich lauten Atmosphäre, aufgrund einiger Finalspiele auf einem angrenzenden Feld, wurde das Spiel mit einem Sieg für den SC beendet. Dennoch bleiben zahlreiche positive Erkenntnisse am Ende, denn trotz des überlegenen Gegners konnten die Spielerinnen des USV zahlreiche Spielzüge zum Gefallen ihres Trainers spielen und somit für sich vereinzelt Erfolgserlebnisse verbuchen. Endstand 25:54.

Der Abschluss des Turniers wurde mit einem gemeinsamen Essen bei Vapiano abgerundet. Dabei gilt den Eltern, die alle Spielerinnen samt Trainerteam eingeladen hatten, großer Dank. Der Abend wurde entspannt in der Unterkunft gestaltet, wobei zahlreiche Gespräche als Erfahrungsaustausch genutzt wurden.

Mit wenig Schlaf und müden Gesichtern wurde am Samstagmorgen die Rückreise nach Halle angetreten. Die entspannte und schnelle Rückreise wurde neben dem Film über den besten deutschen Basketballer, auch für die eine oder andere Mütze Schlaf genutzt. Und so ging eine großartige und erfahrungsreiche Woche in Wien zu Ende. Alle Beteiligten konnten für sich persönliche Ziele und Erfolgserlebnisse erreichen und wurden am Hallmarkt in Halle von ihren Lieben mit dem einen oder anderen „Gute-Laune-Hit“ begrüßt.

Für den USV spielten: Theresa, Magdalena F., Magdalena B, Dorothea, Jule, Victoria, Miriam, Hanna Tabea, Tamina Elia

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