USV-Nachwuchsspieler feiert Schiedsrichter-Debüt

Die Schiedsrichter-Ausbildungsinitiative der USV Halle Rhinos trägt erste Früchte.

Was braucht es, um ein guter Schiedsrichter zu werden? Diese Frage stellte sich Richard aus der U14-Mannschaft der USV-Rhinos und beantwortete sie richtig. Die Antwort lautet: Man muss es wollen.

Dieser Wille ist die beste Grundlage, um den Weg zum Spielleiter einzuschlagen. Dabei folgte der talentierte Spieler der Einladung der Basketball-Sektion des USV Halle e.V. zur LSE-Ausbildung, die durch den BVSA bei einem vereinsinternen Lehrgang von August bis September durchgeführt wurde.

Während dieser Ausbildung stellte sich der Basketballer den anspruchsvollen Fragen der theoretischen Überprüfungen und konnte sie mit Erfolg beantworten. Nachdem der erst 12-jährige Hallenser die Urkunde für die bestandene Ausbildung in der Hand hielt, hieß es nun auf die erste Ansetzung zu warten. Doch so lange sollte dieser Zeitraum nicht sein, denn am 13.10.2024 stand Richard in seiner neuen Rolle auf dem Parkett. Dafür reiste er zusammen mit Karsten Buckwitz nach Köthen, um hier das mU12-Spiel der Köthen Keilers gegen die BSW Sixers zu pfeifen. Die Hinfahrt wurde genutzt, um sich kennenzulernen und sich über die teilnehmenden Mannschaften auszutauschen. Dabei wuchs beim USV-Nachwuchsspieler die Nervosität mit jedem Kilometer, den es nach Köthen ging.

Aufregung vor dem ersten Spiel war groß

„Tatsächlich habe ich vor lauter Aufregung vergessen, was man als Schiedsrichter vor dem Spiel alles machen muss!“, so Richard schmunzelnd, der vom Routinier Buckwitz unterstützt, schnell eine Routine für sich und den Stressabbau gefunden hat.

Nach dem Anpfiff ging es dann Schlag auf Schlag und der frischgebackene LSE-Schiedsrichter fand ausreichend Luft, um die Pfeife zu bedienen. Der spielleitende Schiedsrichter quittierte ihm zeitnah, dass Richards Entscheidungen richtig waren. Mit dieser Gewissheit konnte ein weiterer Teil der Aufregung weichen und das Spiel sicher bis zum Ende begleitet werden. Begeistert war der Nachwuchsschiedsrichter vom Umfeld in Köthen. „Niemand hat rumgemeckert und jeder Trainer hatte in einem ruhigen und angemessenen Ton mit mir und uns geredet.“

Postives Fazit

Dabei stellte Richard nach dem Spiel auch fest, was er in den nächsten Ansetzungen anders machen möchte. „Vor allem beim Wechsel zwischen Lead und Trail möchte ich noch besser werden und alle Spieler im Blick behalten, wenn ich als Trail hinterher laufe.“, so der selbstkritische Basketballer.

Wann er das nächste Mal pfeift, weiß er indes noch nicht. Gewiss ist jedoch, dass Richard die Kenntnisse aus seiner neuen Funktion auch als aktiver Spieler nutzen will. „Ich kenne die Regeln jetzt besser als vorher, was dabei hilft weniger zu foulen.“, führt der USV-Spieler an und ist gewillt die Schiedsrichterposition weiter auszuüben. „Ich werde auf jeden Fall nicht aufhören, solange es mir Spaß macht […]“ und führt mit einem Grinsen im Gesicht fort, „[…] und ein bisschen Geld kann ja auch nicht schaden.“.

Die erhaltene Schiedsrichtergebühr wird allerdings wohl erstmal gespart, denn vor dem Spiel hat er sich gut ausstatten lassen und damit keine aktuellen Investitionen in das eigene Ref-Outfit.

Text und Foto: Andreas Heine

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