Rhinos siegen nach Double Overtime mit 89:79 - Auswärtserfolg in Potsdam
Starker Beginn – tiefer Rückstand
Die Rhinos erwischten den besseren Start:
Jonas Groth erzielte die ersten Punkte an der Freiwurflinie und legte wenig später einen Dreier zum 5:0 nach. Doch Potsdam antwortete mit einem 17:0-Lauf, nutzte Fehlwürfe und Fehlpässe konsequent aus und entschied das erste Viertel mit 19:14 für sich.
Im zweiten Viertel entwickelte sich ein umkämpftes Duell. Die Rhinos bewegten den Ball gut und fanden in Leo Gerth, Felix Zapf, Jonas Groth, Alexander Herrmann und Constantin Finger zuverlässige Scorer. Vor allem das Trio Groth–Herrmann–Finger übernahm immer mehr Verantwortung: 16 Punkte in sechs Minuten, darunter zwei Dreier von Finger, brachten Halle zurück ins Spiel. Dennoch blieb Potsdam durch ihre starken Optionen unter dem Korb, insbesondere Teucher und Stroh, immer wieder gefährlich. Zur Pause führten die Gastgeber knapp mit 40:36.
Rhinos kämpfen sich mit Energie zurück
Nach der Halbzeit kam Halle mit viel Intensität zurück auf das Parkett. Erneut war es Jonas Groth, der wie zu Spielbeginn mit einem Dreier eröffnete. Potsdam schaffte es zwar immer wieder, kleine Puffer aufzubauen, doch die Rhinos hielten mit wichtigen Aktionen von Zapf, Finger und Herrmann dagegen. Nach zwei weiteren Dreiern von Finger und einem Korbleger von Marcus Zawatzki stand es kurz vor Viertelende 57:57. Dank einer verbesserten Verteidigung und mehreren vergebenen Freiwürfen der Gastgeber ging es mit 59:57 für Potsdam ins Schlussviertel.
Low-Scoring, High Drama mit 68:68 in die Overtime
Das vierte Viertel war geprägt von intensiver Defense und wenigen einfachen Punkten. Die Rhinos erzielten wichtige Zähler durch Herrmann und Niklas Benndorf per Dreier, wodurch Halle kurz vor Schluss erstmals wieder in Führung ging. Potsdam traf zum Ausgleich, ehe die Rhinos ihren letzten Angriff bei 36 Sekunden Restzeit nicht nutzen konnten. Es blieb beim 68:68 – die erste Verlängerung war nötig.
Erste Overtime ohne Sieger
Die Rhinos starteten durch Constantin Finger und Felix Zapf gut in die erste Overtime und erspielten sich eine knappe Führung. Doch Potsdam konterte durch einen Dreier von Teucher. Beim Stand von 77:76 für Potsdam nahm Coach Reichert eine Auszeit. Kurz darauf ging Finger an die Freiwurflinie – er traf einen von zwei Würfen und rettete die Rhinos mit dem 77:77 in die zweite Verlängerung.
Zweite Overtime – Rhinos übernehmen die Kontrolle
In der zweiten Verlängerung spielten die Rhinos ihr bestes Basketball des Abends:
schnelles Passspiel, klare Entscheidungen und starke Aktionen am Brett.
Zunächst brachte Felix Zapf die Rhinos in Führung. Dann folgten dreimal hintereinander erfolgreiche Abschlüsse von Alexander Herrmann, der in der Crunchtime nicht zu stoppen war.
Mit zunehmender Spielzeit wirkten die Gastgeber müde, während Halle weiter konsequent attackierte. Coach Hannes Reichert stellte zwei Minuten vor Schluss auf Smallball um – und Halle machte den Deckel drauf: Zapf und Groth erzielten die letzten vier Punkte zum 89:79-Auswärtssieg.
Für die Rhinos spielten:
Alexander Herrmann – 30 Punkte, Constantin Finger – 17 Punkte (4 Dreier), Jonas Groth – 14 Punkte, Felix Zapf – 10 Punkte, Malcolm Neufert – 7 Punkte, Niklas Benndorf – 5 Punkte, Rajath – 2 Punkte, Marcus Zawatzki – 2 Punkte, Leo Gerth – 2 Punkte
Die Rhinos trafen insgesamt 9 Dreier und zeigten besonders in der Verlängerung starke Nerven und Teamplay.
Statement Coach Hannes Reichert:
„Das war ein Sieg des Willens. Wir haben über 50 Minuten gekämpft, uns immer wieder zurückgearbeitet und am Ende die besseren Entscheidungen getroffen. Die Jungs haben heute Herz bewiesen.“
Die Rhinos setzen ein starkes Ausrufezeichen in Potsdam, gewinnen ein hochklassiges Spiel gegen den Tabellenvierten und arbeiten sich Schritt für Schritt nach oben.
Nächster Halt: Rückenwind nutzen, weiter angreifen.
Nächstes Heimspiel – Doppelspieltag in Halle!
Bereits diesen Samstag, 22. November, geht es weiter in der Robert-Koch-Straße:
15:00 Uhr – RegioRhinos Herren vs. RSV Stahnsdorf II
18:00 Uhr – RegioRhinos Damen vs. USC Magdeburg (Derby!)